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Struktur der Feuerwehr Hof

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Wie wird eigentlich die Feuerwehr alarmiert?

Wenn sie in Hof die Feuerwehr benötigen und die europaweite Notrufnummer 112 wählen, landen sie nicht direkt bei der Feuerwehr, sondern erreichen die Integrierte Leitstelle Hochfranken. Diese Leitstelle ist für die gesamte Alarmierung der Organisationen zur nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (z. B. Feuerwehr, Rettungsdienst, THW...) zuständig. Dort wird der Notruf dann aufgenommen. Damit der Leitstellendisponent die erforderlichen Kräfte auch zielgerichtet alarmieren kann, sollte der Notruf so detailliert wie möglich sein und alle relevanten Daten enthalten. Besonders wichtig ist der genaue Schadensort. Nach der Aufnahme des Notrufs alarmiert die Leitstelle die Feuerwehr dann über Funksignale, die dann die Funkmeldeempfänger der Einsatzkräfte oder die ortsfesten Sirenen auslösen. Ebenfalls enthält die Alarmierung eine kurze Durchsage, mit der die Einsatzkräfte erste Informationen erhalten.  Um auch wirklich nur die benötigten Einsatzkräfte zu alarmieren (z. B. wird für eine Ölspur nicht ein ganzer Zug mit 20 Einsatzkräften benötigt) verfügt die Feuerwehr Hof über eine Reihe von verschiedenen Alarmierungsschleifen, die jeweils über ein bestimmtes Funksignal ausgelöst werden können. Die Einsatzkräfte haben so mindestens eine Schleife auf ihrem Melder hinterlegt, mit weiteren Funktionen, bzw. Ausbildungen nimmt die Anzahl dieser Schleifen zu. Jeder der nachfolgend genannten Gruppen kann separat über eigene Schleifen alarmiert werden.

Bereitschaftsdienst:

Damit stets ein qualifizierter Führungsdienstgrad zur Verfügung steht, wurde bereits Anfang der 90er Jahre der sogenannte Bereitschaftsdienst eingeführt, welcher dann als Einsatzleiter fungiert. Im wöchentlichen Wechsel wird der Dienst unter acht Kameraden aufgeteilt, die alle die Ausbildung zum Verbandsführer absolviert haben. Während der Bereitschaftszeit führt der jeweilige Einsatzleiter ständig den Einsatzleitwagen mit sich, und rückt direkt zur Einsatzstelle ab. Der B-Dienst kann sich somit frei im Stadtgebiet bewegen. Werktags tagsüber übernimmt in der Regel ein Hauptamtlicher, diese Funktion. Der Bereitschaftsdienst wird zu jedem Einsatz im Stadtgebiet alarmiert. Weiterhin wird er auch allein, zum Beispiel zu Erkundungen alarmiert.

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Hausdisponent:

Aufgrund des großen Wachgebäudes und der unterschiedlich alarmierten Fahrzeuge, ist es auch nach der Einführung der Integrierten Leitstelle 2008 noch erforderlich, die ehemalige Nachalarmierungsstelle Florian Hof (jetzt Kreiseinsatzzentrale Hof) zu besetzen. Wurden hier früher nach der Erstalarmierung durch die Polizei noch die Einsatzbetreuung und erforderliche Nachalarmierungen getätigt, beschränkt sich die jetzige Aufgabe auf das Führen der Haustechnik. So wird die NaSt bei jedem Einsatz besetzt, bei dem ein Fahrzeug der Feuerwehr Hof alarmiert wird (auch Stadtteile). Für die Fahrzeuge der Hauptwache werden die Tore der alarmierten Fahrzeuge über die Gebäudesteuerung geöffnet, damit die anrückenden Kräfte wissen, welches Fahrzeug besetzt werden muss.   Weiterhin wird ein Einsatzbericht geschrieben und der Hausdisponent  fordert bei Bedarf bei der ILS die Alarmierung weiterer Kräfte an. Auch diesen Dienst teilen sich im wöchentlichen Wechsel acht freiwillige Kräfte, die allerdings alle im Hallplatzgebäude wohnen müssen. Tagsüber von 6 bis 17 Uhr übernimmt diese Position ebenfalls einer der hauptamtlichen Kräfte. In der restlichen Zeit und am Wochenende ist dann ein Freiwilliger zuständig, der sich im Gebäude bereithalten muss. Sollte sich im Stadtgebiet eine Lage mit mehreren parallelen Einsätzen ergeben, können alle Hausdisponenten über eine gesonderte Schleife zum Besetzen der KEZ Hof alarmiert werden und besetzen diese dann.

Hauptamtliche Kräfte:

Für alle anfallenden Arbeiten und die Tageseinsatzbereitschaft verfügt die Feuerwehr Hof über acht hauptamtliche Kräfte, die von 7 bis 16 Uhr in der Feuerwache am Hallplatz ihren Dienst verrichten. Diese sind unter anderem für die Verwaltung, die Wartung der Fahrzeuge und Geräte und anfallende Kleineinsätze zuständig. Weiterhin übernimmt tagsüber einer der hauptamtlichen Kräfte den Bereitschaftsdienst, ein weiterer fungiert als Hausdisponent. Bei Einsätzen, bei denen auch freiwillige Kräfte alarmiert werden, stellen die Hauptamtlichen dann in der Regel das Stammpersonal für die ersten Fahrzeuge (Maschinisten und Gruppenführer). Außerhalb der Dienstzeit können die Kräfte auch über eine eigene Schleife, die Gerätewarte sogar persönlich alarmiert werden.

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Hallplatzbewohner:

Durch die 25 Dienstwohnungen im Feuerwehrgebäude ist die Feuerwehr Hof in der glücklichen Lage, relativ schnell die ersten Fahrzeuge besetzen zu können. So sind alle diese Wohnungen mit dem Hausalarm der Wache gekoppelt, das heißt: bei einem Alarm ertönt sowohl in der Wache, als auch in den Wohnungen ein Gong. Dieser Gong wird über eine eigene Schleife angesteuert, die auch die Melder der Hallplatzbewohner auslöst. Alarmiert werden die Bewohner bis zum Stichwort B 2 (z. B. PKW-Brand), bzw. B BMA allein. Diese Einsätze werden mit einer Gruppe (neun Kräfte) abgearbeitet. Werden mehr Kräfte benötigt, so wird eine der Löschzugschleifen, bzw. tagsüber die Tagesalarmschleife hinzualarmiert.

Kleinalarmschleifen:

Für kleine Einsätze, die mit einem Trupp (drei Kräfte) oder einer Staffel (sechs Kräfte) zu bewältigen sind, verfügt ein Teil der Hallplatzbewohner zusätzlich über Kleinalarmschleifen. So existieren zwei dieser Schleifen, die je mit acht Personen besetzt sind. Die häufigsten Einsätze zu denen die Kleinalarmschleifen alarmiert werden sind z. B. Ölspuren, Türöffnungen oder Containerbrände. Auch so wird vermieden, dass Kameradinnen und Kameraden nachts umsonst aufstehen und dann doch nicht benötigt werden.

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Löschzugschleifen/Tagesalarmschleife:

Alle zur Hauptwache zugehörigen Kameradinnen und Kameraden, die nicht im Feuerwehrgebäude wohnen, verfügen über eine von zwei sogenannten Löschzugschleifen. Diese Schleifen werden im wöchentlichen Wechsel zwischen 17 und 7 Uhr und am Wochenende alarmiert sobald mehr als eine Gruppe (neun Kräfte) benötigt wird. Dies geschieht z. B. Beim Wohnungsbrand oder beim Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Für Einsatzkräfte, die ihren Arbeitsplatz verlassen können, existiert eine Tagesalarmschleife. Diese Schleife wird nach den gleichen Kriterien wie die Löschzugschleifen alarmiert, allerdings nur tagsüber zwischen 7 und 17 Uhr.

Wache Ost (Städtischer Baubetriebshof):

Nachdem der Städtische Baubetriebshof bis 1981 auch am Hallplatz untergebracht war und die dort arbeitenden Feuerwehrmitglieder tagsüber sofort zur Verfügung standen, musste man sich mit dem Umzug in die Leimitzer Straße Gedanken über die Tagesalarmsicherheit machen. Als Lösung wurde ein weiteres Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 beschafft, welches seitdem direkt am Bauhof stationiert ist. Tagsüber von 6:30 bis 16:00 Uhr wird dieses Fahrzeug ab bestimmten Einsatzstichworten über eine eigene Alarmierungsschleife grundsätzlich mitalarmiert und fährt dann direkt zur Einsatzstelle. So steht dort sofort eine weitere Staffel zur Verfügung. Bei bestimmten Einsätzen, z. B. Aufzugnotfall wird dieses TLF gemeinsam mit dem RW der Hauptwache alarmiert und es müssen keine freiwilligen Kräfte ihren Arbeitsplatz verlassen.

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Löschgruppen, bzw. Stadtteilwehren:

Jede der acht Stadtteilwehren (drei Löschgruppen, fünf selbstständige Stadtteilwehren) kann über eine eigene Alarmierungsschleife separat alarmiert werden. Zum Teil sind die Wehren mit Funkmeldeempfängern ausgestattet, der Rest wird über Sirenen alarmiert. Die Stadtteilwehren werden im eigenen Zuständigkeitsbereich automatisch mitalarmiert. Auch beteiligen sich die
Kameradinnen und Kameraden aller Wehren am Besetzen der Sonn- und Feiertagswachen.

Sondergruppen:

Neben den "Standardgruppen" können auch sämtliche Sondergruppen (z. B. Taucher, UG-ÖEL, Dekon-P, Gefahrgutzug) über eigene Schleifen alarmiert werden. So ist gewährleistet, dass gezielt das benötigte Personal alarmiert wird und keine Kräfte umsonst die Wache anfahren.

Bild folgt!
Bild folgt!

Sicherheitswachen:

Um bei verschiedenen Veranstaltungen und dort auftretenden Gefahrensituationen schnell eingreifen zu können, ist es gesetzlich geregelt, dass dort Sicherheitswachen gestellt werden müssen. So stellt die Feuerwehr Hof z. B. bei jeder Aufführung im Großen Haus des Theater Hof eine Sicherheitswache mit drei Einsatzkräften (ein Wachführer, zwei Feuerwehrdienstleistende). Weitere Sicherheitswachen werden z. B. in der Freiheitshalle oder am Volksfest (sechs Mann und ein Tanklöschfahrzeug) gestellt. Eine Hofer Besonderheit ist die sogenannte Sonn- bzw. Feiertagswache. Hier halten sich jeden Sonn- bzw. Feiertag acht Kameradinnen und Kameraden sowie der diensthabende Hausdisponent von 10 bis 20 Uhr in der Feuerwache auf, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Unter den Kräften befinden sich neben dem Wachführer jeweils mindestens zwei Maschinisten (davon ein Drehleitermaschinist) und zwei Atemschutzgeräteträger. Zusätzlich finden diese Sicherheitswachen an den vier Adventssamstagen statt (hier dann um einen dritten Maschinisten verstärkt), da die Innenstadt hier gut besucht ist und ein Erreichen der Feuerwache durch die Einsatzkräfte erschwert wird.

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