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Kreiseinsatzzentrale Hof

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Von der nachalarmierenden Stelle zur KEZ

Am 28.10.2008 nahm die Integrierte Leitstelle Hochfranken (ILS Hochfranken) - Standort Hof Alsenberg - ihren Betrieb auf. Dort laufen seitdem alle Notrufe der Notrufnummern 112 und 19222 auf. Bis dahin liefen alle Notrufe 112 bei der Polizei auf, welche dann auch die Erstalarmierung übernahm. Ebenfalls wurde eine der 3 nachalarmierenden Stellen (NaSt) für Stadt und Landkreis Hof alarmiert. Diese waren:

  • Florian Hof für die Stadt Hof sowie den Inspektionsbereich I (z.B. Rehau, Schwarzenbach/Saale, Köditz, Trogen, Feilitzsch)
  • Florian Münchberg für den Inspektionsbereich II (z.B. Münchberg, Helmbrechts, Stammbach)
  • Florian Naila für den Inspektionsbereich III (z.B. Naila, Bad Steben, Selbitz, Geroldsgrün)

Diese nachalarmierenden Stellen übernahmen dann die Einsatzabwicklung sowie notwendige Nachalarmierungen oder Alarmstufenerhöhungen.

Seit Oktober 2008 laufen nun alle Notrufe bei der Integrierten Leitstelle auf. Diese übernimmt alle Aufgaben die vorher durch die nachalarmierenden Stellen erledigt wurden. Zuständig ist die ILS für die Landkreise Hof und Wunsiedel mit je 3 Inspektionsbereichen sowie die kreisfreie Stadt Hof. Außerdem ist sie auch für den Rettungsdienst im gesamten Gebiet zuständig.

Doch nicht nur die Erstalarmierung änderte sich. Gab es früher sieben Alarmstufen nach denen die Feuerwehren alarmiert wurden...

Alarmstufe: Einsatzart: Beispiele:
Alarmstufe 1 Kleinbrand Mülltonne, Rasen, PKW, verdächtige Rauchentwicklung
Alarmstufe 2 Mittelbrand Zimmerbrand, Wohnungsbrand, LKW-Brand
Alarmstufe 3 Großbrand Brand landwirtschaftliches Anwesen, Brand Tankzug, Waldbrand
Alarmstufe 4 technische Hilfeleistung klein Ölspur, Wasserschaden, Tierrettung, Türöffnung, umgestürzter Baum
Alarmstufe 5 technische Hilfeleistung mittel Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, Bauunfall
Alarmstufe 6 technische Hilfeleistung groß Zugunfall, Hauseinsturz, Explosion, Flugzeugabsturz
Alarmstufe 7 Gefahrgut Einsatz mit Gefahrgut

...wurden im Rahmen der Einführung der Integrierten Leitstellen in Bayern sogenannte Einsatzstichworte eingeführt.

Diese können Sie hier sehen.

Dadurch wird eine gezielte und einheitliche Alarmierung gewährleistet.

Die ehemalige NaSt Hof, jetzt KEZ Hof

Die nachalarmierende Stelle Hof wurde bei jedem Einsatz im Stadtgebiet Hof oder dem Inspektionsbereich I des Landkreises Hof mit einem sogenannten "Funkdienst" besetzt. Während der Arbeitszeit der hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Hof übernahm immer einer der Hauptamtlichen diese Aufgabe. Nachts und am Wochenende übernahm dann einer der freiwilligen Kräfte die Aufgabe des Funkdienstes. Hierfür gab es jede Woche einen Bereitsschaftsfunkdienst, der über eine eigene Tonrufkombination alarmiert wurde. Alle diese Bereitschaftsfunkdienste wohnten in der Feuerwache am Hallplatz.

Abgewickelt wurden durch die nachalarmierende Stelle Hof jedes Jahr ca. 600 Einsätze im Stadtgebiet sowie ca. 250 Einsätze im Inspektionsbereich I des Landkreises Hof.

Mit der Einführung der ILS fiel die Aufgabe der NaSt für den Inspektionsbereich I des Landkreises weg. Allerdings wird die Position noch bei jedem Einsatz im Stadtgebiet besetzt (außer es wird nur der B-Dienst alarmiert). Dies wird so gehandhabt, da sich in der KEZ die komplette Gebäudesteuerung befindet. Bei einem Alarm begibt sich der Funkdienst (jetzt "Hausdisponent") in die KEZ und nimmt über eine Standleitung mit der ILS Kontakt auf. Dort erfragt er sich Informationen zum Einsatz und öffnet dann die Tore der benötigten Fahrzeuge sowie macht eine Durchsage an die Einsatzkräfte. Weiterhin hält er ständigen Kontakt zur ILS und hört den Funkverkehr mit, um entsprechend schnell auf Nachforderungen oder Paralleleinsätze reagieren zu können. Weiterhin verfasst er einen Einsatzbericht.