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Atemschutz

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Der Bereich Atemschutz hat in den letzten Jahrzehnten innerhalb der Feuerwehr einen immer höheren Stellenwert erlangt. Durch den ständig wachsenden Einsatz von Kunststoffen in allen Bereichen des täglichen Lebens, ist an eine gezielte und sichere Brandbekämpfung ohne Atemschutz nicht mehr zu denken. Auch ständig steigende Erfordernisse im Bereich "Technische Hilfeleistung" (z. B. in der Industrie, bei Gefahrguttransporten auf Schiene und Straße, usw.), machen die Verwendung von Atemschutzgeräten unbedingt erforderlich.

Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger (nach FwDV 7) an einer staatlichen Feuerwehrschule kann in 4 Tagen (Vollzeit 32 Stunden) erlangt werden. Bereits seit dem Jahr 1982 wird diese Ausbildung bei der Feuerwehr Hof direkt am Standort durchgeführt. Diese Zusatzausbildung kann jeder durchlaufen, der das 18. Lebensjahr vollendet hat, körperlich geeignet ist (arbeitsmedizinische Untersuchung nach "G 26.3") und die Truppmannausbildung (siehe auch Brandschutz) erfolgreich absolviert hat.

Bei der Standortausbildung werden alle theoretischen Kenntnisse an fünf Donnerstagabenden vermittelt. Darauf folgen zwei Samstagsausbildungen, die sich über den kompletten Tag erstrecken und mit dem schriftlichen Leistungsnachweis enden. An diesen beiden Samstagen finden Belastungstests und Gewöhnungsübungen statt, es werden Einsatztaktik und praktische Erfordernisse geübt und spezielle Einsatzübungen durchgeführt. Zum Abschluss der Ausbildung muss noch eine Trageübung in einer zugelassenen Atemschutzübungsanlage (in unserem Fall dem Atemschutzzentrum Münchberg) bestanden werden.

Im Anschluss an diese erlangte Ausbildung besuchen die neuen Geräteträger noch folgende Aufbauunterrichte:

  • Wärmebildkamera (Theorie und Praxis)
  • Überdruckbelüftung (Theorie)
  • Überdrucklüfter in der Praxis (alle Arten)
  • Wärmeschutzkleidung
  • Mess- und Warngeräte
  • Druckluftschlauchgerät
  • Mobiler Rauchverschluss
  • Atemschutzwerkstatt / Abrollbehälter-Atemschutz
  • Einsatzübung mit besonderer Aufgabenstellung

Doch auch wenn diese Ausbildung erfolgreich beendet wurde, ist noch lange nicht Schluss:

Spätestens alle drei Jahre muss durch einen Arbeitsmediziner die körperliche Eignung (nach "G 26.3") erneut überprüft werden. Jährlich ist eine Trageübung in einer zugelassenen Übungsanlage zu absolvieren. Ebenso ist die Teilnahme an einer Fort- und Weiterbildung (inklusive Einsatzübung) vorgeschrieben. An einem solchen Tag - bei der Feuerwehr Hof meist samstags - werden grundlegende Dinge des Atemschutzes wiederholt und aufgefrischt. Unterweisungen und Übungen mit speziellen Einsatzmitteln (wie z. B. Wärmebildkamera, Druckluftschlauchgerät, etc.) durchgeführt, neue Einsatztaktiken (z. B. Überdruckbelüftung, Strahlrohrführung, Rauchschutzvorhang, usw.) und vieles mehr besprochen.

Berichte über die Atemschutzfortbildungen:
2011 Fortbildung im HofLaHopp und im Altenheim Kolpingshöhe
2010 Fortbildung am Flughafen Hof-Plauen